Zahnfleischentzündung & Parodontitis

Entzündungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparats zählen zu den häufigsten Ursachen für Zahnverlust, lassen sich jedoch bei frühzeitiger Behandlung effektiv kontrollieren. Strukturierte Diagnostik, schonende Parodontitistherapien und konsequente Nachsorge kommen zum Einsatz, um Entzündungen zu stoppen, Gewebe zu stabilisieren und die langfristige Gesundheit von Zahnfleisch und Zähnen zu sichern.

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Dr. med. dent. Rüdiger Schrott

Dr. med. dent. Rüdiger Schrott

Langjährige Erfahrung und höchste Fachkompetenz in der Implantologie

Wichtige Links
Inhaltsverzeichnis:
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Gingivitis oder Parodontitis?

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Ursachen & Risikofaktoren

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Parodontitis Auswirkungen

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Parodontitis erkennen

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Behandlung

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Vorbeuge

Zahnfleischentzündung & Parodontitis in Nürnberg

Wenn das Zahnfleisch Hilfe braucht

Gesundes Zahnfleisch ist die Basis für stabile Zähne, eine ausgeglichene Mundflora und Ihre allgemeine Gesundheit. Viele Beschwerden beginnen nicht am Zahn, sondern am Zahnhalteapparat – also dort, wo Zahnfleisch, Fasern und Kieferknochen den Zahn verankern. Was umgangssprachlich oft „Parodontose“ genannt wird, heißt in der Fachsprache Parodontitis: eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats, die unbehandelt zu Zahnlockerung und Zahnverlust führen kann.

In unserer Praxis in Nürnberg nehmen wir Zahnfleischentzündungen sehr ernst. Denn: Je früher wir eingreifen, desto besser lassen sich Schäden vermeiden – und desto größer sind die Chancen, Ihre eigenen Zähne langfristig zu erhalten.

Gingivitis oder Parodontitis: Was ist der Unterschied?

Eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) betrifft zunächst „nur“ das weiche Gewebe rund um den Zahn. Typische Anzeichen sind:

  • gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch
  • Zahnfleischbluten, vor allem beim Zähneputzen oder beim Essen
  • empfindliches oder druckschmerzhaftes Zahnfleisch
  • manchmal unangenehmer Mundgeruch

In diesem Stadium ist die Erkrankung meist noch reversibel: Wird der bakterielle Belag entfernt und die Mundhygiene verbessert, kann sich das Zahnfleisch vollständig erholen.

Bleibt die Entzündung jedoch bestehen, kann sie sich in die Tiefe ausbreiten. Dann sprechen wir von einer Parodontitis (umgangssprachlich „Parodontose“):

  • Bakterien dringen zwischen Zahn und Zahnfleisch
  • das Zahnfleisch löst sich vom Zahn – es entstehen Zahnfleischtaschen
  • Beläge lagern sich an der Wurzeloberfläche und am Knochen an
  • Gewebe und Kieferknochen werden nach und nach abgebaut

Die Folgen reichen von Zahnfleischrückgang und freiliegenden Zahnhälsen bis hin zu deutlich gelockerten Zähnen und schließlich Zahnverlust. Parodontitis ist bei Erwachsenen einer der häufigsten Gründe für den Verlust sonst gesunder Zähne – und verläuft anfangs oft fast unbemerkt.

Typische Ursachen und Risikofaktoren

Hauptursache einer Parodontitis sind bakterielle Beläge (Plaque/Biofilm), die nicht ausreichend entfernt wurden. Daraus kann Zahnstein entstehen – eine raue Oberfläche, an der sich neue Beläge besonders gut anheften können. Das Immunsystem reagiert mit einer Entzündung: zunächst als Gingivitis, später als Parodontitis.

Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko deutlich:

  • Rauchen
  • Diabetes und andere chronische Erkrankungen
  • hormonelle Umstellungen (Schwangerschaft, Pubertät, Wechseljahre)
  • geschwächtes Immunsystem oder starke Stressbelastung
  • schlecht sitzende Kronen, Füllungen oder Prothesen
  • mechanische Reizungen durch Brackets oder Spangen
  • unzureichende Mundhygiene und seltene professionelle Zahnreinigung
  • genetische Veranlagung

Auch rund um Implantate kann eine ähnliche Entzündung entstehen – zuerst als Mukositis (Entzündung des Zahnfleisches rund um das Implantat), später als Periimplantitis, bei der zusätzlich Knochen abgebaut wird. Hier droht im schlimmsten Fall der Verlust des Implantats.

Parodontitis betrifft nicht nur den Mund

Eine unbehandelte Parodontitis bleibt keine reine „Zahnangelegenheit“. Die entzündlichen Prozesse und bakteriellen Stoffwechselprodukte können in den Blutkreislauf gelangen und den gesamten Organismus belasten. Studien zeigen Zusammenhänge mit:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose)
  • Diabetes – Parodontitis und Blutzuckereinstellung beeinflussen sich gegenseitig
  • erhöhtem Risiko für Frühgeburten
  • Lungenerkrankungen
  • chronischer Müdigkeit, Leistungsminderung und Infektanfälligkeit

Deshalb ist eine konsequente Behandlung der Parodontitis auch ein Beitrag zu Ihrer allgemeinen Gesundheit.

Wie erkenne ich, ob mein Zahnfleisch betroffen ist?

Warnsignale, bei denen Sie einen Termin vereinbaren sollten:

  • regelmäßiges Zahnfleischbluten
  • zurückgehendes Zahnfleisch, „länger werdende“ Zähne
  • empfindliche Zahnhälse, Schmerz bei Kälte oder Berührung
  • Mundgeruch, der trotz guter Pflege bleibt
  • lockere Zähne oder veränderte Zahnstellung
  • Schwellungen, Druckgefühl oder Schmerzen am Zahnfleisch

Gerade weil Parodontitis häufig lange schmerzarm oder schmerzlos verläuft, empfehlen wir regelmäßige Kontrollen. So können wir frühe Veränderungen erkennen, bevor bleibende Schäden entstehen.

Parodontitis-Behandlung in unserer Nürnberger Praxis – systematisch und schonend

Das Ziel jeder Parodontitistherapie ist klar:
Bakterienlast reduzieren, Entzündung stoppen, Zahnfleisch und Knochen stabilisieren.

Der Ablauf gliedert sich in mehrere Schritte:

  1. Diagnostik & Risikoanalyse

Wir erheben einen detaillierten Befund:

  • Messung der Taschentiefe rund um jeden Zahn
  • Bewertung von Blutungen, Zahnlockerung, Zahnfleischverlauf
  • Röntgendiagnostik zur Beurteilung des Knochenabbaus
  • Einschätzung individueller Risikofaktoren (z. B. Rauchen, Diabetes)

Daraus entsteht ein individueller Therapieplan.

  1. Vorbehandlung – Professionelle Zahnreinigung & Mundhygiene

Zu Beginn reduzieren wir die Beläge auf den Zahnoberflächen und im Zahnzwischenraum durch eine gründliche Professionelle Zahnreinigung (PZR). Gleichzeitig erhalten Sie eine auf Ihre Situation abgestimmte Anleitung zur häuslichen Mundpflege: geeignete Zahnbürste, Interdentalbürstchen, Zahnseide, ggf. ergänzende Mundspüllösungen.

Ohne Ihre aktive Mitarbeit im Alltag kann eine Parodontitistherapie langfristig nicht erfolgreich sein – hier arbeiten wir bewusst im Team: Praxis und Patient.

  1. Tiefenreinigung der Zahnfleischtaschen

Im nächsten Schritt werden die Zahnfleischtaschen und Wurzeloberflächen sorgfältig gereinigt und geglättet. Dabei kommen schonende, moderne Instrumente zum Einsatz (z. B. Ultraschall, feine Handinstrumente). Ziel ist es, Beläge und Bakterien aus den Bereichen zu entfernen, die Sie selbst nicht erreichen können.

Die Behandlung erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung, sodass Sie entspannt und schmerzarm versorgt werden können.

  1. Ergänzende Maßnahmen

Je nach Schweregrad können zusätzliche Schritte sinnvoll sein, etwa:

  • lokale antibakterielle Gele oder Spüllösungen
  • in schweren Fällen systemische Antibiotikatherapie
  • bei sehr tiefen Defekten ggf. ein kleiner chirurgischer Eingriff, um Wurzeloberflächen unter Sicht zu reinigen und – wenn möglich – den Knochen zu regenerieren

Alles wird im Vorfeld mit Ihnen besprochen – transparent, verständlich und ohne Zeitdruck.

  1. Nachsorge & Langzeitstabilität (Recall)

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung – sie lässt sich kontrollieren, aber nicht „wegzaubern“. Entscheidend ist daher die Nachsorge:

  • regelmäßige Kontrollen und Messungen der Taschentiefe
  • wiederkehrende professionelle Zahnreinigungen in individuell abgestimmten Intervallen (oft 3–6 Monate)
  • Überprüfung und Optimierung der häuslichen Mundpflege

So lässt sich das Risiko eines Rückfalls deutlich reduzieren und Ihre Zähne können trotz bestehender Vorschädigung noch viele Jahre stabil bleiben.

Vorbeugen ist besser als behandeln

Damit es gar nicht erst zu einer ausgeprägten Parodontitis kommt, können Sie selbst viel tun:

  • zweimal täglich gründliches Zähneputzen
  • tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume (Zahnseide oder Interdentalbürstchen)
  • möglichst rauchfrei leben
  • ausgewogene Ernährung und stabile Allgemeingesundheit
  • regelmäßige Kontrolltermine und Prophylaxe in der Praxis

In unserer Zahnarztpraxis in Nürnberg zeigen wir Ihnen gerne, welche Hilfsmittel zu Ihrer Mundsituation passen, und entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine Prophylaxesstrategie, die im Alltag realistisch umsetzbar ist.

Wenn Sie Anzeichen einer Zahnfleischentzündung bemerken oder bereits wissen, dass bei Ihnen eine Parodontitis vorliegt, sind Sie bei uns gut aufgehoben. Mit einem klar strukturierten Behandlungskonzept und fein abgestimmter Nachsorge helfen wir Ihnen, Ihr Zahnfleisch zu beruhigen, Ihre Zähne zu erhalten – und Ihre Mundgesundheit wieder auf ein stabiles Fundament zu stellen.

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